Tipps zur Schuldenreduzierung

Im Jahr 2006 waren laut einer Studie der SCHUFA etwa 2,9 Millionen Haushalte überschuldet, dies bedeutet eine Quote von über sieben Prozent. Jenseits nüchterner Zahlen und statistischer Fakten bedeutet eine Überschuldung ganz konkret für jeden Betroffenen eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität. So werden oftmals Anschaffungen, die doch eigentlich das Leben verschönern und versüßen sollten, zu einer Last und in manchen Fällen führt es den Schuldner sogar in eine schier unüberwindbare Krise.

Hoffnung auf Entschuldung

Doch es gibt berechtigte Hoffnung, aus der Schuldenfalle zu kommen, aber nur wenn der Betroffene bereit ist, an seiner Entschuldung tatkräftig zu arbeiten. Sofern die Schuldenlast sowohl hinsichtlich ihrer Höhe als auch der Anzahl der Gläubiger noch einigermaßen überschaubar ist, lässt sich mit einer ausgeklügelten Methodik und etwas Disziplin durchaus
ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen, bei dem am Ende die völlige Schuldenfreiheit winkt.

Sofortmaßnahmen als erste Hilfe

Der wichtigste Schritt, um Ihr Projekt – die Entschuldung – in geordnete Bahnen zu lenken, liegt in einer detaillierten Auflistung aller Einnahmen und Ausgaben. Selbstverständlich haben die festen Lebenshaltungskosten, wie etwa Miete, Energie, Telefon und Lebensmittel höchste Priorität. Sobald für diese stets wiederkehrenden und unumgänglichen Kosten ein angemessener Betrag berechnet wurde, ergibt sich aus der Differenz zu den Einnahmen jener Betrag, der zur Schuldentilgung erübrigt werden kann. Nicht selten geht diese Rechnung jedoch so auf, dass nichts oder nur sehr wenig übrig bleibt, um eine Tilgung der Schulden in Angriff nehmen zu können. In dem Fall empfiehlt sich als kurzfristige Sofort-Maßnahme Einschränkungen vorzunehmen. So lässt sich bei einem gezielten und genau berechneten Einkauf mittels Wahrnehmung von Sonderangeboten so mancher Euro einsparen. Der Einkauf sollte sich auf alles reduzieren, was unbedingt erforderlich ist. Im nächsten Schritt können sämtliche überflüssigen Angebote, wie etwa Zeitschriften-Abonnements, zusätzliches Handy, Klubmitgliedschaften oder überflüssige Versicherungen gekündigt werden.

Nebenjob und Wertsachen

Wer einen prall gefüllten Dachboden oder Keller hat, findet zudem einige verwertbare Stücke, die in einer Auktion oder beim Händler etwas Geld erwirtschaften und auch das gute alte Sparschwein oder der Sparvertrag sollte einer Entschuldung zum Opfer fallen. Sofern es die Zeit zulässt, kann auch ein Nebenjob Entlastung bringen. Mit einem regelmäßigen kleinen Einkommen lässt sich so manche Hürde viel leichter überwinden. Mit einer solchen, solide erarbeiteten Plattform und einem festgelegten Betrag, der monatlich zur Schuldentilgung verwendet werden kann, wird nun der Plan für die Gläubiger erstellt. Dabei spielten Kontakte zu den jeweiligen Gläubigern eine besondere Rolle. Wer signalisiert, dass er bemüht ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen, kann durchaus mit Stundungen, Vergleichsangeboten und eventuell auch einer Zahlungspause rechnen.

Professionelle Hilfe aus besten Händen

In manchen Fällen ist die Verschuldung allerdings so groß und der Gläubigerkreis so breit gestreut, dass ein Schuldner allein mit der Fülle an Problemen nicht zurecht kommt. Wenn Sie hohe Schulden haben, vielleicht auch einen negativen Schufaeintrag haben und alleine da nicht mehr raus kommen, keinen Kredit mehr bekommen und auch die Bank ablehnt dann sollten Sie nicht resignieren, sondern sofort handeln. So schnell wie möglich eine seriöse Schuldnerberatung aufsuchen. Viele Städte, Gemeinden und Kirchen bieten diese Beratung an und helfen professionell aus der Schuldenfalle. Vorsicht geboten ist allerdings bei unseriösen Anbietern, die nur das Beste wollen: Ihr Geld. Seriöse Beratung ist immer kostenlos, also Hände weg von noch so gut formulierten Angeboten, die am Ende nur noch mehr Schulden und damit weitere Probleme bringen.


Webtipps zum Thema:
- Bundes-Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung
- Ratgeber www.meine-schulden.de
- Forum Schuldnerberatung